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Montag, 18. Januar 2010


....und schon wieder eine Episode aus unserer Maternité!!
Also Madame hatte sich nach dem Mittagessen eine Seifenauszeit genommen.... soll vorkommen!!!
Um ca. 15:00h kam mein Mann ins Haus und teilte mir mit, dass ein Rind schon ziemlich erschöpft am Kalben sei! Meine Mithilfe war gefragt!!! Als ich 10 Minuten später im Stall stand, sah auch ich, dass das Kalb riesige Füsse hatte. Den Kopf konnte ich bei meinem Job als "Dehnerin" der Vulva ertasten. Im Gegensatz zu den Menschenkindern kommen die Tiere, also z.B. Kälber, Eselchen und die Lämmer normalerweise mit den Vorderfüssen und der darauf liegenden Schnauze auf die Welt. Für mich ist es nach 6 Jahren hier auf dem Hof immer noch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn die Schnauze mit herausgestreckter, oft blau verfärbter Zunge sichtbar ist. Bewegt sich die Zunge zwischendurch immer wieder, weiss man, dass das Tierchen noch lebt. In meiner langjährigen Tätigkeit als Hebamme hatte ich, im Gegensatz, jederzeit die Möglichkeit den Zustand des Kindes zu erfassen und konnte dem ensprechend handeln. Zurück zu unserer heutigen Geburt. Trotz wehensynchronem Dehnen und hervorziehen eines etwas zurückliegenden Beines, tat sich nicht gerade viel. Nach einer weiteren Viertelstunde entschlossen wir uns den Zugapparat zur Unterstützung herbeizuholen. Solche Situationen sind immer wieder enorm anstrengend und aufregend!! Minuten scheinen unendlich!!! Natürlich schätzen wir die Situation immer wieder frisch ein und wenn wir uns nicht ganz sicher sind, lassen wir den Tierarzt kommen. Da wir aber Fortschritte beobachten konnten, haben wir uns heute nicht dazu entshlossen. Nach einer weiteren Viertelstunde lag dann auch ein riesiges Muneli im Stroh und wir hatten alle Hände voll zu tun mit der Reanimation. Die Mutter stand kurz nach der Geburt auf und entfernte sich vom Ort des Geschehens. Einerseits war es praktisch, so hatten wir einen ungefährlichen Zugang zum Kalb. Auf der anderen Seite bestand auch die Gefahr, dass sie das Kalb nicht richtig annimmt, was bei Mutterkuhhaltung sehr wichtig ist. Meine ersten Befürchtungen lösten sich aber schnell in Luft auf. Der kleine Kerl karchelte zwar noch, hatte aber bald schon einen etwas besserenTonus und bewegte den Kopf immer wieder ruckartig. Dies war das Zeichen, dass wir uns zurück ziehen konnten. Am Anfang beobachteten wir, wie das Rind zuerst noch etwas herumirrte, dann aber schon bald einmal bei seinem Kalb stehen blieb, es beschnupperte und mit seiner rauhen Zunge zu schlecken begann. Wunderbar!!! Als wir uns sicher waren, dass alles trotz anfänglichem Stress einen guten Anfang genommen hatte, konnten wir ruhig unseren Afternoon Tea trinken....
....die Seife konnte ich vor der ganzen Übung noch warm einpacken und zur Ruhe legen!!!

Kommentare:

  1. Mensch Smilla, was für ein aufregender Nachmittag und dann denkst Du noch an Deine Seife! Ein süsses Kälbchen habt Ihr bekommen und wie soll es heißen?

    liebe Grüße Lydia

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  2. Oh wie süüüsss-hoch achtung und respekt wor euere Arbeit

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  3. Ja wir finden unsere Arbeit sehr spannend!! und in den nächsten Wochen ist unser Leben sehr von Tierbeobachungen und hie und da einer Aktion wie z.B. gestern geprägt. Da die Geburten bekanntlich Tag und Nacht stattfinden, bin ich nachts, meist um 02:00h mit meinem Skidress im Stall unterwegs, kontrolliere die Kälber und die Hochschwangeren. Die Hauptarbeit bei den Kühen macht jedoch mein Mann! Diese Nacht habe ich unser erstes Charolaiskälbchen der Saison frisch und munter im Stroh gefunden. Der Kleine sieht aus wie ein Eisbär. Werde bestimmt bald einmal ein Bild von ihm einstellen. Das Riesenbaby von gestern nennen wir FRODOR!!
    Wünsche euch einen gemütlichen Tag! Brigitte

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