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Donnerstag, 11. Februar 2010

Malchance


Es gibt Tage da treten das Erfreuliche und das Traurige fast miteinander auf!
Als wir gestern Vormittag die Eselfamilie auf die Weide führten, sagten mein Mann und ich fast gleichzeitig; "Au lueg, da hat eine Kuh mit der Geburt angefangen". Schnell haben wir gemerkt, dass wir nicht von ein und dem selben Tier sprachen. "Seine Kuh" präsentierte schon die Fruchtblase, "meine" hingegen viel mir auf, weil sie mich anschaute, als hätte ich sie beim unerlaubten Schokolade naschen erwischt. Eigentlich sah sie nicht richtig "wehig" aus. Es fiel mir jedoch bald auf, dass sie mit den Hinterbeinen immer wieder gegen den Bauch schlug. Zwischendurch kaute sie wieder, aber wir liessen sie nicht aus den Augen. Als dieses Ausschlagen mit den Beinen nicht nachliess, untersuchte sie mein Mann und stellte fest, dass es eine Gebärmutterverdrehung sein musste. Also war es sofort klar, dass wir den Tierarzt zuziehen mussten. Dieser kam und stellte sogar eine doppelte Gebärmutterverdrehung fest. ....und dies hiess Kaiserschnitt!
Über Hygiene bei Kaiserschnitten im Kuhstall möchte ich mich hier nicht gross auslassen. Für mich als Hebamme ist es jedoch immer wieder haarsträubend!
Aber in solchen Situationen bin ich ja die Gang-go, Beleuchterin oder Schwanzhalterin und muss einfach den Kopf einziehen und durch!!
Da eine Gebärmutterverdrehung so einige Operationskomplikationen mit sich bringen kann, stöhnte der junge Tierarzt gleich schon zu Beginn leise. Aber es ging ganz flott und schwups hatten wir das Kalb im Stroh. Für mich ist die Ankunft eines Kalbes oder eines Schafes immer etwas stressig. Die Tiere geben nicht ganz so schnell erste Lebenszeichen wie die Menschenkinder. Diesmal war ich jedoch ganz optimistisch, bis ich sah, dass das Chälbli auch bei der Stimulation keinen Wank machte. Mein Mann gab ihm sofort Reanimationstropfen und ich versuchte das Herzchen zu massieren. Nichts, keine Bewegung, kein Zucken, rein gar nichts!! STILLE...
Wir konnten es nicht fassen!! So hatte die Kuh doch noch wie gewohnt ihr Frühstück gefressen und danach ging ja alles ganz schnell. Aber eben, da kann man nichts machen.... so kann das Leben auch sein!!
Traurig!
Aber es musste weitergehen, die arme Kuh hatte ja noch immer ihr Loch im Bauch und das musste versorgt werden. Da es durch die Gebärmutterverdrehung  die Gebärmutter noch etwas verrissen hatte, ging es für meinen Geschmack ewig, bis die Kuh genäht war. Als es dann endlich vollbracht war, waren eineinhalb Stunden vergangen und wir waren fix und fertig. Die Kuh war zwar durch die Medikamente noch etwas benommen, aber als wir sie losmachten, ging sie gleich auf die Suche nach ihrem Kalb.....

Traurig!

Die andere Kuh hatte ca. 15 Minuten nachdem wir sie entdeckt hatten, problemlos ein fittes Kalb geboren, das schon eine halbe Stunde nach der Geburt den "Milchzipfel" im Mund hatte und trank!

Schön!

Kommentare:

  1. Hallöchen Brigitte,

    so nah sind eben Leben und Tod zusammen, aber ich freue mich mit Euch über das gesunde Kälbchen...ein tolles Bild (wie immer!!)

    Liebes Grüßle von Ines

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  2. Oh wie traurig, hoffentlich erholt sich die Kuh wieder. Und das Foto von dem kleinen Kälbchen ist so toll. Sowas sieht man ja nie ganz nah.

    GLG Anne

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  3. Die arme Kuh...ich hoffe sie wird schnell wieder fit....das Kälbchen Bild ist süss...Danke...ich freue mich,das es für die andere Kuh gut ausgegangen ist
    Liebe Grüsse
    Patricia

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  4. .... also der armen Kuh geht es soweit schon wieder ganz ordeli! Sie frisst mit Freude und über ihren seelischen Zustand gibt sie nichts Preis....
    bbb

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  5. Hallo Brigitte,
    wie nah liegen manchmal die traurigen und die glücklichen Momente im Leben beieinander. Wenigstens geht der Mutterkuh wieder einigermaßen und dem 2. Kälbchen fehlt nichts. Daran kann man sich doch wirklich erfroien :O)
    Alles Liebe Iris

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  6. Oh Smilla,
    das ist wirklich traurig.
    Aber zum Glück gehts der Kuh wieder gut, und vielleicht kann sie bald wieder ein Kälbchen bekommen.

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  7. Unglaublich traurig - und dann wieder so schön! Ich bin mal zufällig in Wales an einer Weide vorbei gekommen, als dort eine Kuh mutterseelenalleine zu kalben begonnen hatte. Ich bin dabei geblieben bis das Kälbchen stehen konnte. Etwas wunderhafteres, beeindruckenderes habe ich wirklich nie erlebt.

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  8. Liebe Brigitte!

    Glücklich sein im Leben
    kann nur der, der das Schlimme im Leben annimmt und das Gute doppelt zu schätzen weiß.

    (Jacqueline)

    Es tut mir ganz dolle leid, weil du nun mitlerweile die zweite bist die so ein Pech mit ihren Tieren hat.
    Crissis Jungschafmama hatte eine Fehlgeburt.
    Man/ Frau bin ich glücklich das es meinen Tieren gut geht und werde bestimmt in den nächsten Tagen und Wochen es mehr zu schätzen wissen. Man nimmt immer alles als so selbstverständlich hin!!!
    Ganz dicken Drücker von der kleinen Hexe und ihren Tieren

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  9. Also liebe kleine Hexe, wir sind ja echt dankbar, dass wir bis jetzt bei 29 von 46 Geburten unserer Kühe noch keinen Verlust hatten. Es ist wirklich gar nicht selbstverständlich, das immer alles schön rund läuft. Stell dir vor, in der Zunaminacht, vor gut 5 Jahren, hatten wir zufälligerweise(?)zwei Kühe unter der Geburt. Beide hatten Zwillinge, wir wussten das natürlich nicht. Gelebt hatte schlussendlich nur eins! Ich war echt fix und fertig als ich die toten Kâlbchen so liegen sah.
    Da wir damals noch im Wohnmobil wohnten, bekamen wir die Zunamikatastrophe erst später zu Ohren. Aber da wurde mir richtig schlecht und elend ab dieser Nachricht!!
    Bei rund 100 Kuhtieren (2 Muni), 18 Schafen, 5 Eseln, 5 Hunden, 3 Katzen und 14 Hühnern und vermutlich unzähligen Mäusen ist einfach immer etwas los!!! und ich muss lernen damit umzugehen... es geht schon viel besser als am Anfang!
    Wünsche dir einen ganz gemütlichen Abend!
    Tschüssli

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  10. Es war schon traurig als Du es mir erzählt hast, aber es zu lesen war jetzt gerade nochmal so traurig, obwohl ich die Geschichte schon kannte. Es berührt immer wenn so etwas passiert und hängt in den Gedanken doch noch lange im Kopf herum. Wünsche für alle Eure anderen Tiere das sie gesund und munter bleiben.
    lieber Gruß
    Susanne

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  11. Hey Brigitte,
    ich kann dich gut verstehen. Habe schon zwei Katzen verloren und einige handzahme Koi`s , sowie meinen Abraxas und nicht zuletzt meine liebe Mama als ich 21 Jahre war. Viel zu früh!!!
    Das Leben ist manchmal.... ich weiß nicht wie?!
    Hätte ich so viele Tiere müßte ich auch lernen damit umzugehen.
    Mein Mann sagt immer:" Hätten wir einen Bauernhof mit allen Tieren würdest du dein Fleisch im Supermarkt kaufen!" Recht hat er!!!
    Alles wird GUT.
    LG kl. Hexe

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  12. Hallo. las gerade deinen Bericht. Traurig sowas, ich kenn das von den Schafen. Hatten 2x schon dieses Jahr ein verlammen gehabt. Hoffe nun die 2 anderen Zibben schaffen gesunde Lämmer.
    Hoffe Mutterkuh geht es gut.
    Aber wenn man mit Nutz-Hoftieren und überhaupt Tieren zusammenlebt, muss man halt auch so schwer es manchmal ist, dan auch wieder abschalten. Aber mir tut in dem Moment auch die Mama immer leid, die ihr Kind sucht. Meine Luise (Schaf) hat aber das ganze schnell überwunden. Als wenn nichts wäre. Sie war wohl nur verwundert gewesen was mit ihr passiert (wäre das 1.mal gewesen mit einem Lamm bei ihr).
    Ich hab dich verlinkt, bin nämlich gespannt auf weitere Tiergeschichten von deinen Hof. LG Chriss

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  13. Danke für deinen Besuch bei mir im Blog. Aus Versehen ist leider der Kommentar gelöscht statt veröffentlich worden. Keine Absicht.
    Ich habe zzt. 5 Suffolks. 3 Zibben und ein Bock und 1 Hammel, den ich mit der Flasche groß zog und er mir nachläuft wie ein Hund. :-)
    LG Chrissi

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