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Donnerstag, 11. März 2010

Fleisch essen...oder nicht

ist hier nicht die Frage!
Ich habe nahezu 20 Jahre kein Fleisch gegessen und habe mich nicht besser oder schlechter gefühlt wie jetzt. Seit gut 11 Jahren esse ich wieder Fleisch und seit sechs Jahren lebe ich mit meinem Mann auf einem Bauernhof. Wir sind weitgehend Selbstversorger! Schokolade, Wein, Reis, Nudeln, Brotgetreide und einige Kleinigkeiten kaufen wir natürlich zu. Auf unserem Menu steht nicht täglich Fleisch - wir brauchen das beide nicht. Seit gut vier Jahren haben wir die Milchschafe, wie der Name schon sagt, für die Milch, die wir über alles lieben! All die Milchprodukte, die sich aus der feinen Milch herstellen lassen sind fantastisch. Letzten Sommer habe ich über Quark, verschiedene Frischkäsesorten, Feta, Halbhartkäse, Mozzarella, Joghurt, Kefir, Rahm und Camembert alles ausprobiert und wir haben es nur genossen.
....und jetzt kommen die Lämmchen und die Herzen schmelzen- das meine ist wie flüssige Butter!! 


Ja und was geschieht mit all den kleinen Hüpfern. Wie jedes Jahr werden wir ein Inserat für unsere Ostfriesenmilchjungschafe machen. Die Nachfrage war jedoch jedes Jahr dürftig. Mein Troupeau hat sich natürlich vergrössert. So habe ich von anfänglich 4 Milchschafen auf 14 aufgestockt.....Dieses Jahr werde ich wahrscheinlich zwei nachziehen, aber für die anderen Mädchen suche ich Plätzchen. Die Männchen, die bis jetzt angekommen sind, haben wir bis auf den kleinen "Herr Hummel" (für ihn haben wir ein Plätzchen) alle kastriert, damit wir die Herde mit den Jungtiere nach der Entwöhnung mit ca. 10 Wochen alle zusammen auf eine Weide lassen können. Auch wenn wir auch eine helle Freude an unseren Lämmchen haben, ist es jetzt schon klar, dass alle die nicht nachgezogen werden können und diejenigen die ich nicht lebendig verkaufen kann, geschlachtet werden. Wenn ich im Moment daran denke, macht es mich traurig! Andererseits ist es mir ein Anliegen, dass sie lange bei ihren Müttern sein können, dass sie nicht mit Mastfutter gepuscht werden und dass sie ein schönes Leben bis in den Spätherbst auf den Weiden haben. Ich wusste ja schon immer, wenn man Milchprodukte isst, muss die Milchspenderin ein Junges pro Jahr haben, sonst kann ja keine Milch fliessen. Logisch..... unterdessen kann ich recht gut mit der Situation umgehen und ich freue mich auch am Fleisch. Es ist mir äusserst wichtig, dass ich meine Tiere von der Geburt bis zum Schluss artgerecht und sorgfältig halte und mich verantwortlich für ihr Wohl fühle.
Unseren Hof betreiben wir nach biologischen Richtlinien und es ist uns, auch bei den Kühen, ein Anliegen, dass sie nicht durch die halbe Welt reisen müssen, bis sie den Schlachthof erreichen. Esse ich Fleisch von unseren Tieren, weiss ich, dass ich keinem Schwindel aufsitze. So haben wir z.B. in der Nachbarschaft einen Hof, der Kaninchen "vom Bauernhof im Burgund" verkauft. Die Kaninchen werden in einem Tunnel in Käfigen ohne Stroh gemästet, ohne Tageslicht, voll klimatisiert und ohne je ein Gräslein gesehen zu haben. Gestern wurde in den Nachrichten auf TF1 eine Bäuerin vorgestellt, die eine Schweinezucht führt. Die armen Mutterschweine sind eingesperrt in einer Art Käfig. Sie können sich nicht wenden und ihre Kleinen beschnuppern, da der Platz so rar ist, dass sie unweigerlich auf ihre Jungen zu liegen kämen.....
...und warum das alles?

Kommentare:

  1. Liebe Smilla. Deine Tiere haben das Paradies auf Erden. Wenn ich ab und zu die Berichte über Tiertransporte lese oder sehe, wird mir schlecht. Da ich auch auf einem Bauernhof groß geworden bin, kann ich sagen, das die Tiere es damals bei meinen Eltern auch sehr gut hatten. LG Inge

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  2. Kann ich dir sagen warum...weil die meisten Menschen sich selbst mästen und immer alles billig haben wollen.
    Ich kaufe auch nur Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung,ist zwar teurer aber wenn ich schon Fleisch esse....ich stimme dir voll und ganz zu

    Ganz liebe Grüsse
    Patricia

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  3. Leider gibt es wohl immer noch Gesetze(slücken), die so eine tierquälerische Haltung zulassen (wein). Es leben Höfe wie Euer.

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  4. Oh liebe Brigitte,

    vielen Dank für dieses ehrliche und beeindruckende Statement. Kennst Du das Buch Wüstenblume von Waris Dirie? Sie ist Wochen mit australischen Aboriginies unterwegs im Busch.
    Und jeden Tag sind sie zuversichtlich, daß Tiere ihres Weges kommen, die sich ihnen als Essen anbieten. Sie sehen das so, es ist den Tieren eine Ehre, den Menschen als Nahrung zu dienen und den Menschen ist es eine Ehre die Tiere zu essen und sie bedanken sich bei ihnen dafür, indem sie sie schätzen und niemals quälen würden. Der Kreislauf der Natur eben.
    Das hat mich sehr beeindruckt und ebenso Deine Tierhaltung und Einstellung. Und um den Käse beneide ich Dich so sehr. Muß der lecker schmecken.

    GGLG Anne

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  5. Hallo Brigitte
    Solche Kanninchen können nicht schmecken und bei dem Gedanken wirds mir speiübel, pfui Deibel!!!! So geht es mit vielen, vielen anderen Tieren, die nur gemästet werden und warum...der Kunde will billig einkaufen und nicht nachdenken!
    Ich kann Dich so gut verstehen, wenn ich ein Galloway geschlachtet habe, hat mein Herz geblutet und das gleiche weiß ich auch von Freunden, die ihre Tiere Artgerecht halten und füttern. Aber dann sage und tröste ich mit den Gedanken: sie hatten mind.3 wunderbare Jahre auf der Wiese und durften richtig Tier sein!
    Auf Fleisch mag ich nicht ganz verzichten, der Verzehr hat sich aber schon reduziert. Ich hab in der Nähe auch einen richtigen Bio-Hühnerhof, hmmmm, das sind Prachthänchen und sie haben 8 Monate gelebt und durften sich richtig mausern. Die Hühner im Supermarkt leben ja nur 21 Tage und haben niemals gemausert und so schmecken sie auch, bää. Aber der Kunde weiß solches ja auch nicht, möchte sich auch nicht informieren, Hauptsache bilig.

    so, genug.
    Wünsch Dir einen schönen Abend und wenn ich bei Dir lese, dann denke ich, Du machst alles richtig.

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  6. Liebe Smilla, ich bin eine Konsumentin. Aber ich mag kein Fleisch, keine Wurst, Milch, Butter, Käse, Eier............ von so grausam gequälten Tieren. Wenn man sich gut informiert und auch nicht täglich Fleisch..... ißt, dann kann man sich die Bio-Produkte auch leisten!
    Ich weiß wovon ich rede, denn ich bin Frührentnerin mit kleiner Rente. Dazu kommt, daß die Bio-Produkte besser schmecken. Sie erinnern mich an meine Kindheit, und das tut sooo gut. Danke, daß Du es mal auf den Punkt bringst, denn es kotzt mich an, wenn es nur noch billig, billig und nochmal billig heißt. Man verwechselt dabei oft billig mit preiswert!So, das mußte ich loswerden, ganz liebe Grüße, die Christiane

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  7. Ach wären doch alle Bauern so wie Du!!!! Es gäbe keine Tierquälerei mehr und keine Dumpingpreise wegen (sorry) Hornochsen, die auf Kosten der Tiere ihren Profit machen!!! Ich bin so gross geworden, dass man die Tiere pflegt und achtet - schliesslich geben sie uns so viele köstliche Sachen! Und ja, sie wachsen einen ans Herz wenn man sie pflegt und hegt, sie auf die Weiden führt und sogar Geburten miterleben darf! Ich kenne das und ich liebte es!!

    Ich wurde so erzogen, immer darauf zu achten keine Quälereien bei Tieren mit Kauf zu unterstützen. Das versuche ich auch meinen Kindern beizubringen. Meine Schwiegermutter war empört als sich mein jüngerer Sohnemann (er liebt Eier über alles) weigerte Eier zu essen von denen er wusste dass es Käfighaltung war... Ich war stolz darüber. Aber wie Du sagst - der Konsument wird auch leider oft hinters Licht geführt und denkt er kauft gute Ware dabei ist es totaler Schwindel. Der Blitz soll solche Treffen!!!! (Tschuldigung, ist doch war)
    Hoch lebe Dein Hof und hoffentlich werden noch viele viele ein solches Denken kriegen und deshalb fange ich persönlich bei meiner Familie damit an; im Glauben, dass meine Söhne dieses Denken auch verinnerlichen und an die nächste Generation weitergeben!!!!!!!!!!
    Ein ganz schönes Wochenende wünscht Dir Rahel

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  8. Liebe Brigitte,es ist grausam wie der Mensch mit Tieren umgeht.Es gibt Gesetze und Richtlinien und dennoch kann jeder tun und lassen was er will.Ist doch so.Bis das unsere Gesetzeshüter"(so dürfen sie sich ja schimpfen) etwas in dei wege leiten sind die Tiere schon längst"Qualvoll hingerichtet" worden!
    warum da nicht "endlich harte" durchgegriffen wird....! Alles dreht sich nur um Geld und macht.Wie es dem Lebewesen dabei ergeht ist noch nicht einmal Zweitrangig.Es glaubt ja auch jeder wenn er zb. Eier kauft und es steht drauf: aus freier Haltung,das das so ist.
    Nein,es entspricht nicht wirklich dem.Oh je,man könnt nun fortlaufend so schreiben und sich aufregen,....! Allein wenn man bedenkt wie Gänse gestopft und gequält werden unr damit sie schnell den Hof verlassen.Tiertransport und und und.
    Ich find's toll wie Du es machst.Wo Tier noch Tier sein darf!
    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende liebe Brigitte!
    GLG,die Waldfee

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  9. Liebe Smilla

    Vielen Dank für Deinen Kommentar auf meinem Blog.

    Ich habe grosse Hochachtung vor den echten Bauern, ich habe eine Schwester, die mit einem Bergbauern verheiratet ist, und weiss was sie dort an Arbeit geleistet haben und trotzdem kein grosses Verdienst erwirtschaften konnten.

    Was das Fleich essen anbelangt, ich könnte nie, nie selbst so ein kleines Schäfchen töten, deshalb esse ich auch kein Fleisch.

    Bestimmt haben es die Tiere schön bei euch, doch kürzlich habe ich einen schrecklichen Film gesehen, wie die Tiere in den Schlachthäusern getötet werden, auch die von den Biobauernhöfen.

    Es war einfach entsetzlich wie da mit den Tieren umgegangen wurde. Die einen lebten noch nach dem Bolzenschuss und hängten dann lebendig aufgehängt bereit zum Häuten, wenn sie Glück hatten, hat es der Metzger gemerkt und hat sie erlöst, wenn nicht...Da ist mir jeder Appetit auf Fleisch, der noch irgendwo in mir drin war vergangen, ich mache jetzt auch keine Ausnahmen mehr, was ich früher manchmal tat.

    Die Indianer, die gerne herangezogen werden wegen dem Fleisch essen, die hatten eine ganz andere Einstellung zu den Tieren, haben sie selbst getötet, alles verwertet, sie haben den Tierseelen auch gedankt, dass sie sie ernährten, und sie haben nie mehr genommen als sie gerade mal zum leben brauchten.

    Ich weiss, auch ich habe Produkte, die von Tieren stammen, wenn ich nur an die Schuhe denke und so, doch da wo es mir irgendwie möglich ist, verzichte ich gerne.

    Ich hoffe, dass immer mehr Menschen einsehen, dass sie nicht so viel Fleisch zu essen brauchen, sie sogar ohne ganz gut ohne Fleisch leben können. Auf jeden Fall ist das schon jetzt häufiger der Fall, denn heutzutage ist es fast selbstverständlich, z.B. beim Auswärtsessen auch ein fleischloses Menü zu bekommen. Früher wurde ein Vegetarier als Spinner angesehen, diese Zeiten sind himmelseidank vorbei.

    Ich wünsche Dir alles Gute, mögen alle Lebewesen glücklich sein und frei von Leid!
    Herzensgrüsse von
    Elfe

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  10. Es ist schön, wenn man erfährt, daß es noch Höfe gibt, wo die Tiere es gut haben. - Was das Fleischessen betrifft, so habe ich früher auch schon mal 10 Jahre ganz konsequent keines gegessen, aber aus gesundheitlichen Gründen (mich einfach ohne besser gefühlt) Es gibt Erkrankungen, bei denen es besser ist, auf Fleisch zu verzichten. Mir hat's aber schon als Kind oft nicht so recht geschmeckt. Hatte auch nie einen Mangel dadurch. Man weiß heute, daß der Mensch Fleisch nicht unbedingt braucht, um gesund zu bleiben. Außer, man hört auf bestimmte Stimmen, die wirtschaftliche Interessen vertreten ...
    Davon aber abgesehen, war ich dann mal "rückfällig" geworden und damit auch kränker ;-) Nun nach einer OP esse ich aber wieder vegetarisch, muß sehr auf ein Säure-Basen-Gleichgewicht achten, also basenlastig essen. Und damit gehts mir überwiegend gut, fühle mich frisch und munter.
    Ein Lämmchen, das ich kenne, könnte ich wohl schon gar nicht essen. Meine Mutti kommt auch vom Land und sie empfand das genauso. Sollte vom Hasen essen, dessen Fell sie vorher geschenkt bekam. Davor war der Hase ihr Liebling, sie spielte mit ihm. Sie konnte dann keinen Bissen hinunterbringen. ;-)
    Die meisten Leute wäre wohl unfähig, Fleisch zu essen, wenn sie selbst schlachten müssten.
    Aber seit Menschengedenken aß der Mensch auch Fleisch und wenn es in Maßen geschieht, ist dagegen ganz sicher nichts einzuwenden und wenn die Tiere - wie bei Dir - artgerecht und gesund gehalten werden.
    Denn wir sind, was wir essen und wenn wir mit Chemikalien über diese Wege vollgestopft werden oder eine gequälte Kreatur essen, kann nichts Gutes bei herauskommen.

    Hab' auch mal nebenan von einem Schweine-Bauern gewohnt. Ganz grauslig, wie diese armen Tiere da gehalten wurden. Mit Gurten um die Bauch in engen Kojen und wenn sie tatsächlich einmal kurz Freigang hatten, was selten vorkam, erlitten manche vor Schreck einen Herzinfarkt. Sowas ißt dann der sog. "Verbraucher" - würde mich ekeln!

    Sei ganz herzlich gegrüßt
    Sara

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  11. liebe Brigitte, ich habe den tiefsten Respekt für deine Tierhaltung, es ist mir wie ein Blick in eine bessere Welt. Besonders, dass du als Bäuerin mit Durchblick auch nicht mit der vegetarischen Moralkeule daher kommst! Wenig Fleisch von nicht gequälten Tieren zu essen, das scheint mir das Ideale für diese bessere Welt. Ich freue mich immer sehr über deine Tiergeschichten, die ja für mich ganz was neues sind. liebe Grüße aus München, Ilse

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  12. Liebe Smilla
    ich gratuliere dir und deimem Bauern zu eurer Einstellung und bewundere eure Arbeit.
    Als Kind war ich immer bei meinen Grosseltern in den Bauernhofferien und da war die Tierhaltung genau so wie bei euch.
    Herzliche Grüsse, TT

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