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Montag, 18. April 2011

Eine ganz andere Geschichte


Es war einmal in kräftiger Anlehnung an das Grimm'sche Märchen "Der Froschkönig"


In den alten Zeiten, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön; aber die jüngste war so schön, dass sich die Sonne selber, die doch schon so vieles gesehen hat, verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer, dunkler Wald, und in dem Walde unter einer alten Linde war ein Brunnen. Wenn nun der Tag sehr heiß war, ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens, und wenn sie Langeweile hatte, nahm sie eine goldene Kugel, warf sie in die Höhe und fing sie wieder; und das war ihr liebstes Spielwerk.

Nun trug es sich einmal zu, dass die goldene Kugel der Königstochter nicht in ihr Händchen fiel, das sie in die Höhe gehalten hatte, sondern vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser hineinrollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen nach, aber die Kugel verschwand, und der
Brunnen war tief, so tief, dass man keinen Grund sah. Da fing sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten. Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu: ,,Was hast du vor, Königstochter? Du schreist ja, dass sich ein Stein erbarmen möchte." Sie sah sich um, woher die Stimme kam, da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken, hässlichen Kopf aus dem Wasser streckte. ,,Ach, du bist's, alter Wasser-patscher?" sagte sie. ,,Ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinabgefallen ist." - ,,Sei still und Weine nicht", antwortete der Frosch, ,,ich kann wohl Rat schaffen; aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraufhole?" - ,,Was du haben willst, lieber Frosch", sagte sie, ,,meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die goldene Krone, die ich trage." Der Frosch antwortete:
Ich will nur ein kleines Bisou (Küsschen) 
Deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine und deine goldene Krone, die mag ich nicht; aber wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad sein,
 -,,Ach ja", sagte sie, ,,ich verspreche dir alles, was du willst, wenn du mir nur die Kugel wiederbringst." Sie dachte aber: ,,Was der einfältige Frosch schwätzt! Der sitzt im Wasser bei seinesgleichen und quakt und kann keines Menschen Geselle sein."
Der Frosch, als er die Zusage erhalten hatte, tauchte seinen Kopf unter, sank hinab, und über ein Weilchen er wieder heraufgerudert, hatte die Kugel im Maul und warf sie ins Gras. Die Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielwerk wieder erblickte, hob es auf und sprang damit fort. ,,Warte, warte", rief der Frosch, ,,nimm mich mit, ich kann nicht so laufen wie du!" Aber was half es ihm, dass er ihr sein ,,Quak Quak" so laut nachschrie, als er konnte! Sie hörte nicht darauf, eilte nach Hause und hatte den armen Frosch vergessen, der wieder in seinen Brunnen hinabsteigen musste.
Am andern Tage, als sie sich mit dem König und allen Hofleuten zur Tafel gesetzt hatte und von ihrem goldenen Tellerlein aß, da kam, plitsch platsch, plitsch platsch, etwas die Marmortreppe heraufgekrochen, und als es oben angelangt war, klopfte es an die Tür und rief: ,,Königstochter, jüngste, mach' mir auf"' Sie lief und wollte sehen, wer draußen wäre; als sie aber aufmachte, saß der Frosch davor. Da warf sie die Tür hastig zu, setzte sich wieder an den Tisch, und war ihr ganz angst. Der König sah wohl, dass ihr das Herz gewaltig klopfte, und sprach: ,,Mein Kind, was fürchtest du dich? Steht etwa ein Riese vor der Tür und will dich holen?" - ,,Ach nein", antwortete sie, ,,es ist kein Riese, sondern ein garstiger Frosch." - ,,Was will der Frosch von dir?" - ,,Ach lieber Vater, als ich gestern im Wald bei dem Brunnen saß und spielte, da fiel meine goldene Kugel ins Wasser. Und weil ich so weinte, hat sie der Frosch wieder heraufgeholt, und weil er es durchaus verlangte, so versprach ich ihm, ein Bisou, ich dachte aber nimmermehr' dass er aus seinem Wasser herauskönnte. Nun ist er draußen und will zu mir herein." Indem klopfte es zum zweitenmal und rief:
"Königstochter, jüngste,
Mach' mir auf!
Weißt du nicht, was gestern
Du zu mir gesagt
Bei dem kühlen Brunnenwasser?

Königstochter, jüngste,
Mach' mir auf!"
Da sagte der König: ,,Was du versprochen hast, das musst du auch halten; geh' nur und mach' ihm auf." Sie ging und öffnete die Tür; da hüpfte der Frosch herein, ihr immer auf dem Fuße nach, bis zu ihrem Stuhl. Da saß er und rief: ,,Heb' mich hinauf zu dir!" Sie zauderte, bis es endlich der König befahl. Als der Frosch erst auf dem Stuhle war, wollte er auf den Tisch, und als er da saß, sprach er: ,,Nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen." Das tat sie zwar, aber man sah wohl, dass sie's nicht gern tat. Der Frosch ließ sich's gut schmecken, aber ihr blieb fast jedes Bißlein im Halse. Endlich sprach er: ,,Ich habe mich satt gegessen und bin müde jetzt möchte ich, dass du mir das Bisou gibst!
Die Königstochter fing an zu weinen und fürchtete sich vor dem kalten Frosch, den sie sich nicht anzurühren getraute, geschweige noch zu küssen wagte.
Der König, ein Mann mit klaren Prinzipien, befahl  seiner  Tochter jedoch deutsch und deutlich, dass sie das Versprechen halten müsse!
Die Prinzessin jammerte noch ein Weilchen hin und her, schloss die Augen und versuchte sich, bei all dem Übel, wenigstens einen schönen Prinzen vor Augen zu halten. Gewagt, getan!!
....und nun was geschah?
Die Prinzessin war so beglückt von diesem Bisou, dass sie die Augen nicht mehr aufmachen möchte und völlig verklärt durch die Welt irrt!




Der Frosch verprinzelte sich wie in der
prompt und vollständig ....
Der Prinz ist jedoch sehr verwirrt und ratlos, da er nie im Leben mit einer solchen Erweckung gerechnet hat!!

Dieses noch nicht ganz zum vollen Glück gefundene Traumpaar stammt aus dem Waldviertel - merci 1001 Mal liebe Ingrid -und gehört dem Österreichischen Hochadel an!


Kommentare:

  1. Mein Schatz Brigitte,
    Du bist wieder einmal der Oberburner des Tages. Auf was für Ideen Du kommst.

    Bisou Lydia
    PS: Die Urlaub bekommen hat.:-))))))))

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  2. Liebe Brigitte,

    das ist ja eine Geschichte, sehr schön, da nuss ich mich mal an meine Märchen machen und bei mir in den Kurzgeschichten-Blog einstellen...

    Liebe Grüsse

    Hans-Peter

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  3. Was ist schon das April-Treiben in London wert gegen deine Geschichte und diese Erzählung aus dem Hochadel. Nichts!

    also weiter so,

    :-)

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  4. Lach eigentlich gibts doch nicht herzerfrischenderes zu lesenals deinen heutigen Post, ich lache immer noch

    LG Shoushou

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  5. Sehr schön Brigitte.... gefällt mir.

    grüsse, Joop

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  6. meines wissens ist der frosch zum prinz geworden, weil ihn die prinzessin vor wut an die wand schmiss...

    liebste grüß aus dem sonnigen wien
    ursula

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  7. mit der geschichte hast du dich wieder selbst übertroffen.
    und das adelspaar hat es auf deinem französischen landadelsgut besonders gut erwischt und wird auf ewig glücklich und zufrieden sein.
    allerherzlichste grüße
    ingrid

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  8. Liebe Brigitte,
    auch ich grinse hier belustigt vor mich hin. Nicht nur die bisouverzückte Prinzessin und der verprinzelte Frosch machen mir Spaß, nein dieses österreichische Hochadelspaar sieht mir echt danach aus, als verdankten sie ihre Glückseligkeit auch ein paar Flaschen Zinfandel. Das Makeup sieht bei ihr schon ziemlich verlaufen aus, die Lider sind schwer und bei ihm sind die Augenringe ja schon ziemlich blau, mein lieber Schwan...
    Allerliebste Grüße und einen ehrerbietigen Hofhicks, Johanna

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  9. Sehr amüsant, vorallem die Prinzessin, die nicht mehr die Augen aufmacht.
    Liebe Grüße

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  10. Hilfe, wie kriege ich meine Mundwinkel wieder in die richtige Form, sind so breit vom grinsen.....LG Inge

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  11. Liebe Smilla, herrliche Geschichte, wirklich herrlich!
    Ganz herzliche Grüße, die Christiane

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  12. Liebe Brigitte
    Wunderschön ist Deine Geschichte! Ganz toll!
    Einen schönen und sonnigen Tag wünscht Dir Yvonne

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